Die Nietzsche-Gedächtnishalle in Weimar wurde ursprünglich als Gedenk- und Pilgerstätte für Friedrich Nietzsche konzipiert. Während der NS-Zeit erhielt das Projekt neuen Aufwind und wurde von den Nationalsozialisten als Weihestätte für den »Übermenschen« Nietzsche interpretiert. Der Bau des Entwurfes von Paul Schultze-Naumburg begann 1937, parallel zur Errichtung des KZ Buchenwald.
Nach dem Krieg wurde das Gebäude als Rundfunk-Sendeanstalt genutzt und diente später dem MDR bis 2002 als Landesfunkhaus Thüringen. Danach stand das Gebäude, mit temporären Zwischennutzungen, leer. Künftig soll die Sendehalle Weimar als lebendiger Geschichts-, Bildungs- und Kreativcampus genutzt werden, der die wechselvolle Geschichte des Ortes von 1935 bis 2025 erzählt und dabei als Ort der Begegnung und des Dialogs dient.
25. Februar 2026 · 19:30 Uhr
Lesung und Gespräch Andrey Gurkov "Für Russland ist Europa der Feind - Warum meine Heimat mit dem Westen gebrochen hat" · In Kooperation mit der Akademie des Bistums Erfurt, der TLZ und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen · Eintritt frei
4. März 2026 · 19 Uhr
Festivaleröffnung · Lesung und Gespräch Kaleb Erdmann "Die Ausweichschule" · Eine Veranstaltung der Lesarten Weimar
8. März 2026 · 19 Uhr
Lesung und Gespräch Ulli Lust "Die Frau als Mensch" · Eine Veranstaltung des Soroptimist International Club Weimar in Kooperation mit den lesarten Weimar, der Literarischen Gesellschaft Thüringen und der Eckermann Buchhandlung Weimar · Eintritt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro
Die Stiftung Sendehalle Weimar erwarb im November 2024 die ehemalige Nietzsche-Gedächtnishalle, um sie von einer einstigen Nazi-Weihestätte zum kulturellen Bildungsort umzuwandeln.
Dieses Gebäude steht für 90 Jahre deutsche Geschichte: Nazideutschland, DDR, Nachwendezeit. Für den Erhalt von Demokratie, Menschenwürde und Gleichberechtigung sollen ehrliche und offene Begegnungen von Menschen aller Generationen diesen Ort prägen.
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